Insiderdeals werden hart bestraft

Derzeit bereitet die EU-Kommission einen Gesetzesentwurf vor, nachdem Insiderdeals mit Strom und Gas ab 2012 unter Strafe gestellt werden sollen.

Der entsprechende Entwurf wird zum Frühjahr 2011 vorbereitet werden und soll dann ähnlich wie bei dem Handel mit Aktien und Wertpapieren neue Richtlinien für den europaweiten Handel mit Strom und Gas vorgeben. Wer sich nicht daran hält, dem drohen empfindliche Strafen. Experten sehen in diesem Vorgehen einen guten Schritt in die richtige Richtung, denn bislang werden am Handel unter der Ladentheke jährlich Millionengewinne eingefahren. Es wird Zeit, dass dem ein Riegel vorgeschoben wird und nicht zuletzt zum Wohle der Verbraucher ein fairer Wettbewerb am Markt vorherrscht. Bislang gäbe es keine ausreichende Kontrolle auf dem Strom- und Gasmarkt, kritisiert E-Control-Chef Walter Boltz.

Deshalb sollten zukünftig alle Transaktionen angemeldet werden, um diese besser überprüfen zu können. Die Überprüfung selbst soll dann durch eine EU-Behörde durchgeführt werden. Ausschlaggebend bei all diesen Plänen ist es eine Regulierung zu schaffen bei den Preisen für Energie. Bisher gibt es zwar einige große Börsen auf denen täglich die Preise für Strom festgelegt werden, jedoch bietet dieses Vorgehen kein entsprechendes Sicherheitsnetz und die Bildung des Strom- bzw. Gaspreises erscheint für Außenstehende wahllos. Außerdem laufen insgesamt nur rund 15 Prozent der Preisbildungsprozesse und des Handels über Börsen ab. Fast 70 Prozent verlaufen zwischen Anbieter und Käufer und noch knapp 30 Prozent über Broker. Bisher finden lediglich Kontrollen im Bereich der Termingeschäfte und Optionen statt, die von Finanzaufsehern überwacht werden. Doch die Basisgeschäfte bleiben bisher unüberwacht.

Bevor sich eine gesetzlich festgelegte EU-Behörde in die Kontrollen und den Sanktionen beschäftigen kann muss festgelegt werden, welche Formen des Missbrauchs überhaupt unter Strafe gestellt werden. Ist schon das Zurückhalten von verfügbaren Erzeugungskapazitäten eine Straftat oder beginnt das Vergehen erst bei Preisabsprachen zwischen Produzenten? Die Länder in Europa würden ein Regulierungsverfahren begrüßen sind doch die meisten von Ihnen derzeit bemüht, eigene gesetzliche Regelungen zu erlassen, um dieses Problem gerecht zu werden.
Bei allen Überlegungen wird der Handel mit dem Öl außen vor gelassen.

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