Atomsteuern lassen EON Sturm laufen

Die Bundesregierung plant Neuerungen im Bereich der Atomenergie, die den Energieriesen wie EON nicht schmecken werden.

Dreh und Angelpunkt der Aufregung ist die Planung zur Erhebung einer Atomsteuer. An sich keine schlechte Idee, denn allein die Entsorgung des Restmülls aus den Atomkraftwerken kostet enorme Mengen Geld. Die Pläne zur Schließung vieler Atomkraftwerke liegen seit Jahren in den Regalen der Regierung, denn es wird Zeit. Neben den enormen Kosten und der steigenden Gefahr, die gerade von veralteten Kraftwerken ausgeht stehen die Nutzen der Atomkraft weiter auf dem Prüfstand. Rufe nach Ökostrom werden immer lauter und die Tage der Atomenergie sind gezählt.

Deshalb soll nun auch eine Atomsteuer erhoben werden. Diese soll von allen Betreibern dieser Kraftwerke getragen werden, für Deutschlands größten Energielieferanten EON hieße das, es drohen Milliardenverluste bei der jährlichen Gewinnrechnung. Es werden mit Zahlen um die 1,5 Milliarden Euro pro Jahr spekuliert. Hinzu kommen noch weitere Probleme. Geld was in die Instandsetzung und Modernisierung der bestehenden Atomkraftwerke fließen sollte wird plötzlich eingespart und somit steigen auch die Risiken für die Sicherheit in den Atomkraftwerken. Außerdem sind für das nächste Jahr fallende Preise für Strom an den Börsen zu erwarten, ein weiterer Verlust, der den Stromkonzernen zu schaffen macht.

Damit wird der Betrieb der Atomkraftwerke für Energiekonzerne wie EON nicht mehr tragbar und eine Schließung quasi unausweichlich und das noch vor den offiziell angedachten Laufzeiten der Regierung.
Unternehmenschef von EON Johannes Teyssen sieht das kritisch: „Ich vermag mir noch nicht wirklich vorzustellen, dass eine Regierung, die für eine Laufzeitverlängerung angetreten ist, im Ergebnis einen Zustand herstellt, der zu einer Laufzeitverkürzung führt. Das wäre ein Treppenwitz der Geschichte.“

Noch ist das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gefallen, denn EO hat längst Beschwerde eingelegt. Die Ergebnisse werden spannend, denn es geht nicht nur um die Zukunft der Energiekonzerne sondern auch um die immer noch unbeantwortete Frage: Wann werden endlich die umstrittenen Atomkraftwerke in Deutschland geschlossen?

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