Gute Nachrichten vom Strom

Endlich gibt es gute Nachrichten von der Atomenergie, denn in der ersten Hälfte dieses Jahres ging die Produktion von Strom um rund 10 Prozent zurück. Diese Meldung verkündete das Statistische Bundesamt für den Südwesten von Deutschland.

Dieser Rückgang im Gegensatz zum Vorjahr sei auf Revisionsarbeiten bei den Standorten Philippsburg und Neckarwestheim zurückzuführen, so das Statistische Bundesamt weiter. Darüber hinaus werden nun auch die Laufzeiten insgesamt gestreckt. Das erreichen die Betreiber der Atomkraftwerke, indem sie die Leistungen beim Betrieb vorsichtig drosseln. Derzeit kommt ungefähr die Hälfte der Energie für das Land aus den beiden Atomkraftwerken. Das macht in der Summe eine Leistung von ziemlich genau 15,8 Milliarden Kilowattstunden.

Dabei ist der Anteil der Energie, die aus Erdgas gewonnen wird um satte 25 Prozent gestiegen. Das macht in der Summe 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus. Die Erzeugung aus Steinkohlekraftwerken ist ebenfalls angestiegen und zwar um 4,7 Prozent. In Zahlen sind das auch noch einmal 8,3 Milliarden Kilowattstunden. Sehr positiv zu verzeichnen ist, dass die Energiegewinnung aus Wasserkraft um 4 Prozent gestiegen ist. Das macht eine Gesamtproduktion von 1,8 Milliarden Kilowattstunden. Ein großer Schritt in richtig Ökostrom und ein gutes Zeichen, dass die Umrüstungsmaßnahmen bisher trotz eines erheblichen Aufwands an Kosten doch schon erste Früchte tragen.

Spannend bei den ganzen Zahlen ist, dass Deutschland immer noch mehr Strom ausführt an andere Länder, als es einführt. Das ist wirtschaftlich betrachtet natürlich ein echter Pluspunkt. In Hinblick auf die Diskussionen um den Ausstieg aus der Atomkraft könnte diese Tatsache allerdings ein zusätzlicher Schwierigkeitsfaktor sein.

Noch ist die Gewinnspanne der Atomkraftwerke gerade dank des Weiterverkaufs der Energie immer noch ausreichend genug und müsste durch erneuerbare Energien erst einmal ausgeglichen werden, damit wirtschaftlich betrachtet für die Energiekonzerne keine Verluste entstehen. Durch den aktuellen Plan der Bundesregierung, Steuern für die Brennstäbe in den Kraftwerken einzuführen, dürfte sich diese Problematik bald von selbst lösen, denn dann schmälern sich die zu erwartenden Gewinne derart, dass viele Betreiber von sich aus Überlegungen zur schnellen Schließung der Atomkraftwerke anstellen.

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