Die Kanzlerin geht auf Energiereise

Angela Merkel ist unterwegs, sie unternimmt eine Reise zur Energie. Dabei handelt es sich weniger um pures Freizeitvergnügen als vielmehr um eine Lernreise.

Die Pläne der Regierung sehen vor, in naher Zukunft die Stromversorgung für ganz Deutschland nur allein aus erneuerbaren Energien zu stemmen. Dann könnten die Atomkraftwerke endlich komplett abgeschaltet werden. Soweit der Plan. Deshalb hat sich die Bundeskanzlerin jetzt auf die Reise gemacht, um sich die bisherigen Anlagen zur Energiegewinnung aus der Natur anzusehen und sich über eine Umsetzung im Rest des Landes zu informieren.

Erster Halt war das Carinerland in der Nähe von Rostock. Hier steht ein Windpark der Firma Nordex, bestehend aus 14 Mühlen, außerdem eine Biogas-Anlage und die ersten Solaranlagen. Die kleine Gemeinde kann sich so völlig autark mit Energie versorgen. Sogar überschüssige Energie wird schon gewonnen. Diese soll in Wasserstoff umgewandelt und so gespeichert werden. Daraus lässt sich dann bei Bedarf wiederum Strom erzeugen, was an windstillen Tagen ein echter Vorteil ist und so eine „Rund um die Uhr Versorgung“ an 365 Tagen im Jahr sicher stellt.
Und das Carinerland ist erst der erste von vielen Anlaufpunkten auf der Reise von Merkel.
Am Donnerstag steht Leipzig auf dem Plan, denn dort befindet sich die Strombörse EEX. Hier werden die Preise gemacht und deshalb ist es ein Anliegen der Kanzlerin, genau dort für einen fairen Wettbewerb und stabile Preise für Strom und Gas zu werben.

Letzten Endes wird es auch eine Werbeoffensive für den Bund selbst sein, denn es liegen Pläne für eine Umsetzung dieses neuen Energiekonzeptes auf dem großen Tisch der Bundesregierung. Bereits Ende September soll dann entschieden werden, wie es um die Zukunft der Atomkraftwerke bestellt ist und wann der komplette Umbau hin zu den erneuerbaren Energien gestemmt werden kann. Dazu heißt es im Koalitionsvertrag wörtlich „Die Kernenergie ist eine Brückentechnologie, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden kann“. Bereits jetzt ist das Projekt allerdings umstritten.

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